Verhütungsmethoden

Hier findest du eine Auswahl an Verhütungsmitteln. Verschaffe dir einen ersten Überblick.

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Kondom

Anwendung: Kondom über den erigierten Penis des Mannes abrollen, dabei das Reservoir festhalten. 

Wirkung: Mechanische Barriere für Spermien, so­dass die Eizelle zur Befruchtung nicht erreicht wird.

Positiv: Keine Hormone, keine Chemie, keine regu­läre Einnahme. Schutz vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen.

Negativ: Sicherheit hängt von korrekter Anwendung ab. Kein vollständiger Schutz vor HPV und weiteren STI.

Pille (kombiniert)

Anwendung: Täglich eine Tablette mit Östrogenen und Gestagenen während drei Wochen einnehmen. In der Einnahmepause von 4–7 Tagen setzt die Regelblutung ein.

Wirkung: Verhindert die Eireifung und den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut.

Positiv: Sehr sicher, regelmässige Blutungen, weni­ger Schmerzen bei den Blutungen. Zeit der Regelblu­tung berechenbar. Verschieben der Menstruation möglich.

Negativ: Tägliche, regelmässige und zuverlässige Einnahme nötig. Nebenwirkungen wie Kopfschmer­zen, Spannungsgefühl in den Brüsten, Übelkeit, Gewichtszunahme und Veränderung der sexuellen Lust können auftreten. Thrombosegefährdung bei Vorbelasteten oder Raucher*innen.

Pille (Gestagen)

Anwendung: Tägliche Einnahmen einer reinen Gestagentablette ohne Pause.

Wirkung: Verdickung des Schleims am Gebärmutterhals und bei einem Präparat auch Eisprungverhinderung.

Positiv: Enthält keine Östrogene dadurch keine Hormonschwankungen, seltener Kopfschmerzen und Übelkeit. Bevorzugt bei Thrombosegefährdeten und Fettstoffwechselstörungen.

Negativ: Tägliche, regelmässige und zuverlässige Einnahme nötig. Es können unregelmässige Blutun­gen entstehen.

Hormonpflaster

Anwendung: Pflaster aufkleben, wöchentlicher Wechsel des Pflasters (3 Wochen).

Wirkung: Verhindert die Eireifung und den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut.

Positiv: Kein Wirkverlust durch Erbrechen/Durchfall, regelmäßiger Zyklus, Menstruation kann verschoben werden.

Negativ: Haftung des Pflasters sollte regelmäßig überprüft werden; erhöhtes Risiko von arteriellen und venösen thromboembolischen Ereignissen.

Vaginalring

Anwendung: Ein flexibler Kunststoffring wird 1x im Monat in die Vagina gelegt und gibt dort die Hormone ab. Nach drei Wochen wird er entfernt und nach einer Woche Pause für die Blutung wird ein neuer Ring eingesetzt.

Wirkung: Abgabe niedrig dosierter Östrogene und Gestagene an die Scheidenschleimhaut zur Verhin­derung des Eisprunges und Verdickung des Schleims am Gebärmutterhals.

Positiv: Anwendung nur 1x im Monat, niedrige Hormondosis, kaum Hormonschwankungen.

Negativ: Kontrolle des Ringes in der ersten Zeit mehrmals täglich.

Hormonspritze

Anwendung: Ärzt*innen injizieren das Gesta­gen in die Muskulatur von Oberarm, Gesäß, Bauch oder Oberschenkel. Die erste Spritze wird in den ersten fünf Tagen nach Menstruationsbeginn verab­reicht, alle weiteren im Abstand von drei Monaten.

Wirkung: Das Hormon Gestagen Medroxyprogesteronacetat unterdrückt die Eireifung in den Eierstöcken sowie den Eisprung.

Positiv: Bei Östrogenunverträglichkeit, Verhütung für 3 Monate, kein Wirkverlust durch Erbrechen/Durchfall.

Negativ: Verabreichen einer Spritze durch Gynäkolo­g*innen; möglichst nicht länger als 2 Jahre anzuwenden.

Hormonspirale

Anwendung: Spirale wird ärztlich/operativ in die Gebärmutter eingelegt und gibt ein Gelbkörperhormon in die Schleimhaut ab.

Wirkung: Verdickung des Schleims im Gebärmutterhals und verhindert die Einnistung der Eizelle.

Positiv: Enthält keine Östrogene, keine tägliche Ta­bletteneinnahme, schwächere Blutungen, keine Regelschmerzen.

Negativ: Evtl. Schmerzen bei der Einlage.

Implantat/Stäbchen

Anwendung: Niedrig dosiertes Gestagen, das als Hormonimplantat unter die Haut am Oberarm eingesetzt wird.

Wirkung: Das Hormon Gestagen verhindert den Eisprung und verdickt den Schleim im Gebärmutterhals.

Positiv: Langfristig, keine tägliche Tablettenein­nahme und sehr sicher.

Negativ: Zyklusunregelmäßigkeiten wie Zwi­schenblutungen können auftreten, Entfernung durch kleinen Eingriff.

Verhütung mit Kupfer

Anwendung: Kupferspirale oder Kette wird ärztlich/operativ in die Gebärmutter eingelegt.

Wirkung: Verhindert das Einnisten des befruchteten Eis.

Positiv: Keine tägliche Tabletteneinnahme, keine Hormone, langfristige Verhütung.

Negativ: Kann stärkere und verlängerte Regelblutungen verursachen.

Verhütungscomputer

Anwendung: Ein Computer gibt nach Eingabe von Zyklusdaten oder Teststreifen die fruchtbaren Tage an, sodass der Verkehr unterlassen oder andere Verhütungsmethoden verwendet werden sollten.

Wirkung: Ungeschützter Verkehr nur an unfruchtbaren Tagen

Positiv: Keine Nebenwirkungen.

Negativ: Unsicher, nur bei regelmäßigen Zyklen anwendbar. Setzt zuverlässige Messung voraus.

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